Referenzprojekte Quellensanierung

In-situ-Sanierung einer MKW-belasteten ungesättigten Bodenzone in Salzgitter mit gasförmiger Sauerstoff- und Stickstoffversorgung

 

Aufgabe

Sensatec übernahm die Aufgabe, auf einem Industriegrundstück eine MKW-Bodenkontamination zu sanieren. Die Schadstoff-Konzentrationen lagen im Bereich bis 8.000 mg/l MKW (Bodeneluat) in der ungesättigten Bodenzone bis in eine Tiefe von ca. 6,0 m knapp oberhalb des 1. Grundwasserleiters vor. Das gesamte Kontaminationsvolumen betrug knapp 1000 m³. Es war ein Sanierungsverfahren zu wählen, bei dem die Gefahr einer beschleunigten Schadstoffverlagerung in die Tiefe – und damit in das Grundwasser – ausgeschlossen werden konnte.

 

Machbarkeitsstudie im Labor
Sensatec wies zunächst in Laboruntersuchungen nach, dass der biologische MKW-Abbau in der ungesättigten Bodenzone sowohl Sauerstoff- als auch als Stickstoff-limitiert war. Die Zufuhr von Luftsauerstoff in Kombination mit periodischen Zugaben eines N-haltigen Gases stellte sich als geeignet zur Stimulation biologischer Abbauprozesse dar.

 

Technische Realisierung

Zunächst baute Sensatec am Standort ein System aus Bodenluftabsauglanzen und Gasinjektionslanzen auf. Über dieses System wurde kontinuierlich sauerstoffhaltige Luft in die ungesättigte Bodenzone eingeleitet. Die abgesaugte Bodenluft wurde über einen Biofilter auf Rindenmulchbasis, der mit speziellen Mikroorganismen beimpft wurde, abgereinigt. In regelmäßigen, ca. monatlichen Abständen wurde die Luftführung in-situ durch einen Wechsel der Lanzenfunktionen (Saug- bzw. Injektionsbetrieb) geändert, um der Ausbildung präferentieller Luftkanäle entgegenzuwirken. Stickstoff wurde dem System nach Bedarf in Abhängigkeit von den Ergebnissen des Biomonitorings zugeführt, indem bei ausgeschalteter Belüftungsanlage der gesamte Sanierungskörper mit einem N-haltigen Gas geflutet wurde. Die externe Verfahrensüberwachung erfolgte in Form von dreimonatlichen MKW-Feststoffanalysen an insgesamt 6 Referenzpunkten, die jeweils in festgelegter Tiefe beprobt und analysiert wurde.

 

Ergebnis

Sensatec konnte bereits nach drei Monaten Betriebszeit eine MKW-Reduktion im Feststoff um ca. 80% verzeichnen. Die Sanierungsziele (MKW-Gehalte im Bodeneluat < 0,1 mg/l MKW) wurden schließlich nach ca. 2,5-jährigem Betrieb erreicht. Die Gesamtkosten des Verfahrens lagen mit ca. 50,- €/m³ deutlich unterhalb alternativer Behandlungsverfahren